1750 km gelaufen! Viel Spaß gehabt – und eine ganze Menge neuer Erkenntnisse gewonnen!

Ist es einerseits eine Woche die bereits viel Spaß gemacht hat und auch bisher recht erfolgreich war, schwingt heute doch ein wenig Melancholie in meinem Blogbeitrag mit – es gilt nun für mich Abschied zu nehmen von zwei treuen Weggefährten, die mich in den vergangenen beiden Jahren sage und schreibe 1750 km begleitet haben. Eine lange Zeit und lange Strecke gleichermaßen die ich mit meinen heißgeliebten Laufschuhen (über die schreibe ich hier grade!) zurücklegen durfte. Viele schöne, wertvolle Eindrücke und Erkenntnisse durfte ich auf diesen Wegen mitnehmen.  Heute beispielsweise, das auch die besten Sohlen sich irgendwann durchlatschen – und, geahnt habe ich´s ja immer, Elvis lebt!

Aber eins nach dem anderen. Verständlicherweise werden Sie jetzt denken, das es kein großes Drama ist, ein paar Schuhe zu ersetzen – womit Sie im Grunde ja auch Recht haben. Schuhe gibt´s reichlich und „die Welt kosten“ wird es auch nicht. Es sind sicher auch eher die beiden letzten Jahre die mich nachhaltig beeindrucken und auch weitergebracht haben. Eher Zufall, das ich sie zum großen Teil zwar „laufend“ aber, wie ich auch glaube, besser getaktet erleben durfte.

War und ist die Grundlage meiner Arbeit, sehr strukturiert und konzeptionell vorzugehen – so wie sie es erwarten können – hatte ich doch in Sachen Sport vor ein paar Jahren so meine „Anlaufschwierigkeiten“. Ideal, in einem solchen Fall, a) die richtige Ausrüstug zu haben und b) jemanden an der Seite zu wissen, der „bremst“, wenn mal „der Gaul durchgeht“. Auf beides konnte ich mich seinerzeit im Juni 2016 verlassen – ein guter Anfang! Sicher geht es uns allen so, das die Dinge die Spaß machen, wesentlich besser „von der Hand gehen“. Wenn der Spaßfaktor gesichert ist, kommt die Ausdauer hinzu und der gewünschte Erfolg stellt sich ein. Viele Parallelen also, die wir alle auch im Alltag oder Beruf erleben. Erfahrungen das etwas oder jemand, der kein Profil besitzt uns nicht weiterbringt und den Schuh der uns nicht passt, wir uns auch nicht anziehen sollten – Sie wissen, wie ich das meine?!

Schaue ich nun zurück auf 2 Jahre bzw. 1750 km Lauferfahrung weis ich auf Anhieb gar nicht so recht, was mich am meisten beeindruckt hat. Zumeist bin ich ja hier „in Heimatnähe“ unterwegs, da wird einem schon bewußt, das wir in einer der schönsten Regionen Deutschlands leben. So ist es auch nicht verwunderlich das es zu vielen interessanten und zuweilen fröhlichen Begegnungen kommt. Viele Touristen sind hier unterwegs, den einen oder anderen „alten“ Schulkameraden/-dinnen habe ich auf diesem Wege nach Jahren auch mal wieder getroffen. Auch die Begegnung mit einer jungen angehenden Revierförsterin war sehr interessant. Und dann war bzw. ist da noch Elvis. Selbst hier in Daun haben wir uns, über 40 Jahre nach Ableben des Musikers damit abgefunden das es seinerzeit keine Falschmeldung war. Just zu diesem Zeitpunkt lerne ich beim morgendlichen Joggen eben jenen Elvis kennen – allerdings in Gestalt eines drahtigen Terrierrüden. Ob es sich bei ihm um die Reinkarnation des Rock´n-Roll-Idols handelt oder „nur“ um einen Rassehund, konnte ich bislang noch nicht feststellen. Elvis und ich sind gerade dabei uns einander anzunähern. Aber das gute Tier konnte sich noch nicht entscheiden, ob es mich nun als Beute oder als Freund „für´s Leben“ sieht. Ich hoffe inständig auf Letzteres – wir werden es erleben!

Sie werden es schon gemerkt haben, diesen Beitrag schreibe ich heute mit einem kleinen Augenzwinkern – muß ja auch mal sein. Nehmen Sie also nicht jeden Satz so ganz ernst! Tatsächlich ist es aber so, das das Laufen etwas elementar wichtiges in meinem Leben geworden ist, das mich einiges hat dazulernen lassen, was ich als große Bereicherung empfinde. Neben der Tatsache das sich so eine Menge Stress abbauen lässt (oder er gar nicht erst entsteht?) bin ich bspw. seit Beginn dieser Aktivitäten völlig infektfrei „durch´s Jahr“ gekommen – toll! Daher an dieser Stelle mal eine ganz persönliche Empfehlung von mir: bewegen Sie sich regelmäßig und, wenn´s schmeckt, essen Sie täglich einen Apfel. Ihr Hausarzt wird Ihnen bestätigen, das es nützt. Das man mit dem Laufen auch anderen Menschen etwas gutes tun kann, beweisen in Kürze zwei gute Bekannte von mir. Alois Pitzen und sein Sohn Jonathan werden am 16. September beim Marathon in Berlin dabei sein. Nicht primär, um Bestzeiten zu erzielen, sondern um ein Zeichen zu setzen. Sie nennen ihren Spendenlauf „Marathon der Hoffnung“, eine sehr treffende Bezeichnung, wie ich glaube. Der Erlös kommt u. a. einem Entwicklungshilfeprojekt in Uganda zu Gute, das Familie Pitzen schon länger unterstützt. Hilfe ohne Umwege also! Zur Info, die Nummer des Spendenkontos sehen Sie, wenn Sie das Bild anklicken. Ich werde nun morgen früh, zusehen, das ich neues „Schuhwerk“ bekomme und mache, auf dem Weg zum Schuhgeschäft, einen kleinen Umweg zur Bank – meinen kleinen Beitrag zum „Marathon der Hoffnung“ leisten – beim Spenden ist es wie beim Laufen, es kommt auf den einzelnen Schritt an, dann wird was großes draus, garantiert!

In diesem Sinne, viele Grüße aus Daun und machen Sie es gut!

Wolfgang Blick

 

2 Gedanken zu „1750 km gelaufen! Viel Spaß gehabt – und eine ganze Menge neuer Erkenntnisse gewonnen!

  1. Alois

    Welche Marke war das Schuhwerk, dass es nach schlappen 1750km schon schlapp macht?
    Schön geschrieben, weiter so!

    Und, herzlichen Dank, dass Du unseren Lauf erwähnt hast!

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    1. Wolfgang

      Hallo Alois, bei genauem Hinsehen fiel mir auf, das die alten „Latschen“ tendenziell einseitig abgenutzt sind. Liegt also offensichtlich weniger an der Marke als an schlecht eingestellter Spur bzw. Sturz. „Orthopädix“ läßt grüßen !

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