kurz und knapp: Brancheninfos Architektur- und Ingenieurbüros

Trotz der weiter rückläufigen Anzahl an Architektur- und Ingenieurbüros konnte die Branche 2015 ein deutliches Umsatzwachstum erzielen. Bei den aktuell bauwirtschaftlich günstigen Rahmenbedingungen dürfte sich das erfeuliche Umsatzgeschehen in den Folgejahren fortgesetzt haben und sich auch auf das aktuelle Jahr erstrecken.

Die an der ifo-Konjunkturumfrage beteiligten Architektur- und Ingenieurbüros waren, wie bereits in den Vorjahren, über das ganze Jahr 2017 hinweg zufrieden mit ihrer Geschäftslage. Die Bewertung der Auftragsbestände erreichte 2017 einen neuen Höchststand und zeichnet sowohl für 2017 als auch für das aktuelle Jahr ein positives Bild der Auftragslage. Die Ertragslage der Architekten und Ingenieure dürfte sich 2017 erneut verbessert und angesichts weiterhin zuversichtlicher Erwartungen auch 2018 als gut zu bewerten sein.

Vor größeren Herausforderungen stehen die Firmen hinsichtlich der Ausweitung ihrer Kapazitäten, welche in erster Linie die Einstellung neuer Fachkräfte bedeutet. Fachkräftemangel wird den Angaben der Unternehmen zufolge zu einer wachsenden Behinderung für die Geschäftstätigkeit.

Besten Dank mal wieder an das ifo-Institut für gut recherchierte Infos – und Glückwunsch an die Architektenzunft! Das liest sich doch gut, wie sich das so entwickelt im Markt – oder? Im Grunde schon. Und dennoch, irgendwas „trübt den positiven Gesamteindruck“, zumindest bei mir – und umso mehr, je öfter ich mich mit den die Marktinformationen beschäftige. Vielleicht sind es ja auch grade die persönlichen Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe im Bezug auf das eigene Bauprojekt, die mich die Entwicklung etwas anders sehen lassen. Aber ich möchte nicht „rumunken“ – ich habe es sehr gut getroffen. Vom ersten Impuls an, eine Immobilie zu kaufen und instandzusetzen bis hin zur Begleitung der gesamten Maßnahme habe ich, auch was das Planungsteam angeht, einen wirklichen Glücksgriff getan (…es geht halt nicht´s über Routine!). Aber man spürt auch allgemein die Tendenz, eher einen Planer für die Erstellung des Neubaus zu finden als für die Konzeption der Erhaltungsmaßnahmen einer Bestandsimmobilie. Wenn ich jetzt die Situation des Fachkräftemangels mit den bestehenden Kapazitäten am Bau (… den Bestandsbau mal hinzugerechnet!) betrachte, da sollte es doch nicht schwerfallen, in gutes Personal zu investieren – und zwar auf Dauer. Und da „schließt sich doch der Kreis“ – ein günstigeres Verhältnis zwischen Kapazitäten und Perspektiven haben wir lange nicht erlebt am Bau, und das gilt es zu nutzen! Finde ich jedenfalls. Welcher Meinung sind Sie? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie mir unten in die Kommentarzeile, es freut mich, von Ihnen zu hören.

Schönen Gruß aus Daun

Wolfgang Blick


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