Sanierung eines noch nicht bezugsfertigen Hauses – weniger ist halt manchmal mehr!

Wolfgang aktuellVon der Ahr ereilte uns, Jürgen Adams und mich, vor kurzem ein Hilferuf. Der Betonkeller eines Neubaus zeigte ernsthafte Feuchtigkeitsprobleme. Das Wasser drang von der Hangseite des Grundstückes her in´s Haus ein. Ein Problem bei dem es, mehr denn je, genauso sehr auf die vorherige Analyse wie auch auf die im Anschluss richtige Auswahl der anschließend einzusetzenden Sanierungsprodukte ankam.

Der Betonkeller, grundsätzlich als sogenannte „Weisse Wanne“ geplant, sollte demnach also aus wasserundurchlässigem Beton erstellt, und die Arbeitsfugen und Durchdringungen20160518_080838 entsprechend abgedichtet sein. Darüberhinaus wurde von außen mit Bitumen-Schweissbahnen eine Abdichtung aufgebracht. Aufgrund der Nähe zum Flußlauf und der Hanglage des Grundstücks, eine konsequente Entscheidung, kam doch erschwerend hinzu, das Tonboden vorzufinden war.

Im Detail war relativ schnell erkennbar, das aufgrund der relativ dicken Flächenabdichtung an den neuralgischen Stellen, bspw. Lichschachtanschlüsse, eine sog. Hinterläufigkeit konstruiert wurde. Das heißt, Stellen an denen, bspw. bei starker oder dauerhafter Wasserbelastung, die Feuchtigkeit zwischen Abdichtungsschicht und Wandfläche „wandern“ kann und dauerhaft Schäden verursacht.

Die Feststellung, ob eine falsche Grundkonstruktion oder mangelhafte innenliegende Abdichtungen hier ursächlich für die Feuchtigkeitsdurchdringungen sind, wäre ohne teilweise „Zerstörung“ der Bausubstanz nicht möglich gewesen. Also galt es, eine Lösung zu finden, die druckwasserbeständig, hinterlaufsicher und gegen sog. negativen Wasserdruck beständig ist.

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So klappt´s auch mit bzw. trotz dem drückenden Wasser!

Die passenden Produkte waren schnell gefunden, deren Einsatz setzte dann jedoch voraus, das zumindest Teile der vorhandenen Flächenabdichtung vorab entfernt werden mussten. Der hier im Bericht gezeigte Lichtschacht lässt erkennen, wie wir in Kombination einer starren mineralischen Dichtungsschlämme sowie einer elastischen Schlämme, im Bereich der Betonflächen den Anschluss an die vorhandenen Fensterelemente gründlich ausarbeiteten. Im Vorfeld wurde das zwischen Fensterrahmen und Beton vorhandene komprimierte Abdichtungsband entfernt und durch eine Abdichtungsmasse auf Polymerbasis ersetzt.

Sie sehen, es kann einiges passieren, wenn letztlich zwar hochwertige und damit hochpreisige Produkte nicht dem Lastfall entsprechend eingesetzt werden. Generell empfiehlt sich, auf unsere ganzheitliche Beratung „zurückzugreifen“ – und zwar bevor die Abdichtungsmaßnahme begonnen wird. Die konsequente Beschränkung auf funktionelle und zugelassene Abdichtungssysteme reduziert die Kosten während der Baumaßnahme und verhindert nachhaltig hohe Aufwendungen für nachträgliche Instandsetzungen. Ganz nach dem Motto „weniger wäre mehr gewesen“ hätte dieses Problem und der daraus resultierende Schaden von uns bereits im Vorfeld verhindert werden können. Egal also, ob Sie neu bauen oder Ihre vorhandene Immobilie aufwerten wollen, fragen Sie uns – wir sagen Ihnen nicht nur was es kostet, sondern auch ob und warum es funktioniert.

Besten Gruß aus Daun

Wolfgang Blick

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