Aus der Praxis…

WerbevorlageWann immer es meine Zeit zulässt fahre ich gerne mit dem Mountainbike auf meiner „Stammstrecke“, dem MaareMosel-Radweg, von Boverath aus in Richtung Wittlich. Gerade während der derzeitigen Hitzeperiode (schön das er da ist, der langersehnte Sommer!) bietet der Tunnel zwischen Daun und Mehren, genannt „Großes Schlitzohr“, mit seinen 560 m Länge, eine willkommene Abkühlung. Eindrucksvoll zeigt sich hier ein Effekt, den ich in meiner Beratungstätigkeit, der Analyse von Bauwerksschäden, häufig erlebe. 20150706_202254

Viele Kellerräume sind gleichermaßen betroffen, besonders bei heißem Wetter scheinen die Wände förmlich zu „schwitzen“. Was wir beim Sport genießen, sorgt im Innenraum für unbehagliches, muffiges Raumklima – die Grundlage für Schimmelbildung.

Das Problem ist die sogenannte Sommerkondensation, deren Wirkungsprinzip uns aus einem anderen Zusammenhang bekannt ist: Nehmen Sie im Sommer eine Getränkeflasche aus dem Kühlschrank, bilden sich an der Flasche Tauperlen. Der Grund ist einfach: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. Kühlt die warme Zimmerluft an der Flasche ab, wird Feuchtigkeit frei und in Form von Wasser sichtbar.

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Immer feuchtes Klima – besonders im heißen Sommer

Das geht dem Kellerraum –  oder in unserem Fall, dem Tunnel, nicht anders. Im Keller besteht dann die Gefahr der Schimmelbildung. Lüften Sie die Räume also nur, wenn die Außentemperatur und die Außenluftfeuchtigkeit geringer ist als im Keller. Dies ist bspw. mit einer einfachen Wetterstation kontrollierbar. Sollten Sie dennoch Probleme mit feuchten Wänden haben – dann fragen Sie  mich! Wir gehen der Angelegenheit dann gemeinsam „auf den Grund“. Mit technischen Mitteln, bspw. Feuchtemessgerät, Oberflächentemperaturmessgerät oder der Möglichkeit über längere Zeiträume die Luftfeuchtigkeit im Raum zu dokumentieren, erkennen wir schon im Vorfeld ob und welcher Bauschaden vorliegt, und welche Möglichkeiten geeignet sind, den Schaden zu beheben.

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Solche Feuchteschäden sollen in Ihrem Keller nicht sein!

Ihre Immobilie gewinnt in jedem Falle – sogar mehrfach! Gesundes Raumklima und Optimierung der Wandoberflächentemperatur, d. h. Sie heizen künftig weniger, die Wände sind halt wärmer. Die Wertstabilität des Hauses ist zusätzlich gesichert. Rufen Sie mich bei Fragen einfach an 06592-958022, ich freue mich, von Ihnen zu hören! Und den Tunnel lasse ich wie er ist – den Fledermäusen ist das sicher lieber!

2 Gedanken zu „Aus der Praxis…

  1. Karl Dilly

    Sehr lebendiger Artikel, Herr Blick! Das, was Sie beobachtet haben, kann/könnte jeder beobachten. Im Sommer freut den Menschen der kühle, feuchte Tunnel. In seinem Haus passiert das gleiche – Freude kommt jedoch dabei sicherlich nicht auf! Kühl ja – feucht nein.

    Dazu passt auch Ihr Tip zum Lüften. Dabei ist die physikalische Gesetzmäßigkeit einfach und leicht zu merken: Warm strömt immer zu kalt. Darum im Sommer in der Früh‘, wenn es draußen noch kühler ist als drinnen, Fenster und Türen aufsperren. Die warme Temperatur im Hause strömt mit ihrer Feuchtigkeit nach draußen. Fenster und Türen dicht schließen, sobald sich Außentemperatur und Innentemperatur angeglichen haben. Wird das zu spät gemacht, strömt die höhere Außentemperatur mit ihrer Feuchtigkeit nach innen und verliert dabei ihre Feuchtigkeit. Schaden an der Bausubstanz und damit Wertminderung sind vorprogrammiert, ebenso die Gesundheitsbeeinträchtigung.

    Der Mensch kann vergesslich sein, eine Feuchtigkeit gesteuerte Belüftung nicht. Gerne zitiere ich Ihren Satz von Seite 1: Es ist sinnvoller, das Haus dicht zu machen und zwangsweise zu belüften, als darauf zu hoffen, dass wir das Lüften schon nicht vergessen werden.

    Beste Grüße
    Karl Dilly

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