kurz und knapp: Brancheninfos Hochbau

Der Neubauboom, der die vergangenen Jahre geprägt hat, verliert allmählich an Schwung. Während die Hochbaufirmen im Mehrfamilienhaussegment – hier herrscht ein bemerkenswerter Bauüberhang vor – auch mittelfristig auf viele Aufträge und eine hohe Auslastung hoffen dürfen, trüben die Aussichten in den übrigen Segmenten langsam ein. Speziell die Baugenehmigungen für neue Nichtwohngebäude waren im ersten Halbjahr merklich rückläufig. Aufgrund der hohen Auftragsbestände dürfte sich diese Entwicklung aber erst 2020 in den Umsätzen bemerkbar machen. Die weiterhin gut ausgelasteten Kapazitäten garantieren spürbare Preiserhöhungsspielräume – auch wenn viele Firmen für die Zukunft von schwierigen Preisverhandlungen ausgehen.

Die Ertragslage im Hochbau ist zufriedenstellend. Daran dürfte sich auch 2020 nicht viel ändern. Der deutliche Anstieg der Material- und Arbeitskosten konnte in der Vergangenheit größtenteils an die Bauherren weitergegeben werden. Wegen des anhaltend großen Investitionsbedarfs im Hinblick auf den Bau von Mehrfamilienhäusern und die Gebäudesanierung dürfte die wirtschaftliche Abkühlung insgesamt kaum Folgen für die Auftragslage und damit die Ertragssituation haben.

Langfristig droht aufgrund der ungünstigen Altersstruktur ein erheblicher Arbeitskräftemangel. Die Branche verliert zudem viele Mitarbeiter an andere Wirtschaftszweige.  Kurioserweise könnte gerade das Fachkräfteeinwanderungsgesetz das verfügbare Arbeitsangebot kurzfristig spürbar einschränken. Derweil schreitet die Implementierung von BIM (Building Information Modeling) voran; sie ist aber teuer und erfordert wiederum spezielle Fachkräfte.

Quelle: ifo-Institut

Wieder mal tolle Infos vom ifo-Institut. Gut recherchiert, aber dennoch, „in Nuancen“ schleichen sich da in mir so kleine Zweifel ein – oder lassen Sie es mich mit den Worten von Joseph Pulitzer umschreiben: „Eine Nachricht ist erst dann eine Nachricht, wenn der zweite Blick den ersten Blick bestätigt!“. Um´s gleich vorweg zu sagen, reiner Zufall das mein Name im Zitat vorkommt. Blick (Dichte Bauwerke) ist und bleibt gewissermaßen einmalig! Worum es mir geht ist folgendes: Die Entwicklungen, so wie sie dargestellt werden, sind sicher, mehr oder weniger, korrekt beschrieben. Was mich persönlich in solchen Darstellungen stört, ist, das Fakten teilweise völlig aus dem korrekten Zusammenhang gerissen und betrachtet werden. Das die „weiterhin gut ausgelasteten Kapazitäten spürbare Preiserhöhungsspielräume garantieren“ mag ja sein, aber ist das jetzt ein Grund bzw. eine Erklärung für positive Marktentwicklung? Ich hätte mir als Grund irgendwas gewünscht, das tatsächlich mit substanziellem Wachstum zu tun hat. Aber das zu lesen ist mir offensichtlich nicht vergönnt, also praktiziere ich es halt weiterhin selbst – ich verliere ja glücklicherweise, im Unterschied zur Konjunktur, nicht „langsam an Schwung“ – ganz im Gegenteil! Was das im konkreten heißt? Bspw. das Sie als mein bzw. unser Kunde nicht deshalb mehr bezahlen, weil grade soviel zu tun ist und wir uns die Aufträge möglicherweise aussuchen können. Egal wie die Konjunktur sich in den letzten 20 Jahren sich grade dargestellt hat, für „nen Appel und ein Ei“ gab´s „Blick´sche Leistungen“ nie. Immer wieder gab es aber auch Aufträge, die ich abgelehnt habe. Preiswert werde ich aber auch in Zukunft sein. Dem Hochbau-Markt indes wünsche ich, das er doch einfach die gesamtwirtschaftliche Lage künftig mit einem gewissen Mut zur Verbindlichkeit prägt, beeinflußt und aktiv gestaltet. Das bedeutet transparente und damit überzeugende Angebote. So schafft man Vertrauen in den Markt zum Kunden, dann klappts, auch künftig, mit dem Wachstum – garantiert!

In diesem Sinne, besten Gruß aus Daun

Wolfgang Blick

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