kurz und knapp: Brancheninfos Hochbau

Gestützt durch die deutlich gestiegene Nachfrage im Wohnungsbau und die zunehmenden öffentlichen Hochbauinvestititionen dürften 2016 die Unternehmen höhere Umsätze erwirtschaftet haben. Angesichts überaus optimistischer Geschäftserwartungen und der hohen Anzahl an Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Mehrfamiliengebäuden dürften die Erlöse 2017 weiter expandieren.

Die wachsenden Umsätze und lediglich moderat steigende Personalkosten haben im abgelaufenen Jahr zu einer Verbesserung der Ertragslage geführt. Es ist davon auszugehen, das der Durchschnittswert der letzten Jahre leicht überschritten worden ist. Auch 2017 ist mit einer zufriedenstellenden Ertragslage zu rechnen.

Ausbildung von Flüchtlingen wird mittel- bis längerfristig als Chance gesehen, dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen. Einstellungshürden sind vor allem mangelhafte Qualifikationen und fehlende Sprachkenntnisse. Verschiedene Projekte versuchen diese Barrieren abzubauen.

Quelle: ifo-Institut

Auch in 2017 freue ich mich wieder auf gut aufgearbeitete Informationen des ifo-Instituts – und dennoch, wann immer ich die Prognosen und Einschätzungen aus der Branche vernehme, fällt mir auf Anhieb ein Satz aus Kindertagen ein: „…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ ☺. Gerade auf der Messe „Bau“ in München in der vergangenen Woche sah man auch wieder viele strahlende Gesichter und (Eigen-) Lob aus allen Richtungen. Natürlich ist es toll, das die allgemeine Situation im Lande der geschäftlichen Entwicklung ein wenig „Rückenwind“ bietet. In Ergänzung zum erforderlichen Fleiß wäre dagegen ja auch nichts zu sagen. Den Fleiß möchte ich der Branche auch wirklich nicht absprechen – wohl aber, zumindest hier und da, den „Mumm“ die „eingetretenen Pfade“ zu verlassen und sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren. Im Gegensatz zum „Zahnpastalächeln“ das in München den Medien entgegenstrahlte, erleben wir seit Jahren im Markt „sauere Mienen“, da, trotz vermeintlich guter Voraussetzungen, sowohl im Handel als auch in der Dienstleistung am Bau, Roherträge erzielt werden, die bei genauer Nachkalkulation eine sichere und nachhaltige Ausführung nicht zulassen. In der Konsequenz heisst das nichts anderes, als das „irgendwo eingespart werden muß“ – nämlich auf Kosten der Qualität. Wir alle wissen, das mit Sparen kein Geld zu verdienen und kein substanzielles Wachstum zu erreichen ist. Genau das wäre der Branche aber zu wünschen – Möglichkeiten dafür gibt’s genug. Mein Motto, in diesem Zusammenhang, ist und war: „Es ist nicht wichtig was war – entscheidend ist, was wir für möglich halten!“ – könnte ja sein, das es dem einen oder anderen Branchenkollegen als Anregung dient – für gute Vorsätze ist das Jahr ja noch jung genug, mich würde es freuen ☺.

In diesem Sinne, besten Gruß aus Daun

Wolfgang Blick


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